Arme Seelen – Les Revenants – Tales of Ghostly Encounters

Film von Edwin Beeler

Produktion, Realisation, Buch, Kamera und Montage: Edwin Beeler | Originalton: Olivier JeanRichard  |   Sounddesign: Oswald Schwander

Filmdauer: 92 Minuten

Kinostart: Januar 2011

 

Inhalt:

Eine Entlebucher Bäuerin erzählt, wie sie jeweils e gruusigi Angscht gehabt habe. Beim Chappeli habe sie ein geisterhaftes Wesen gesehen, immer kurz vor Mitternacht. Das sei ein Mann gewesen, de isch so ghocket, schwarz gekleidet. Sie habe einen Kapuziner um Rat gefragt, und der habe ihr gesagt. «Hab' keine Angst! Säg nüt zu dem! Das isch e Armi Seel wo mues wandle! Die tut dir nichts zuleide. Tue öppis bätte und lauf!»

Ein Älpler aus dem Isenthal berichtet von rätselhaften Geschichten, die er auf der Alp erlebt habe, von Tieren, die sich mysteriös verhalten hätten, von Jagdfrevel oder vom Grissjuni, einer Armen Seele, die umgehen müsse. Der Grissjuni habe zu Lebzeiten eben vielen Leuten z'leidgwärchet. Und der Dräckpätscher sei ein Geist, der sich heute noch bemerkbar mache und seinerzeit ein Mädchen im Baarnä (Futterkrippe) fast erdrückt habe.

Ein Rinderhirt und Heiler aus dem Schächental, besorgt um die Sicherheit und Gesundheit der ihm auf der Alp anvertrauten Tiere, bitttet um den Schutz Gottes und bannt mit Gebeten und seinen magischen Kräften die bösen Geister. Hellsichtige Kinder, heisst es, können die Armen Seelen sehen.

Ein Priester berichtet, in seiner Kindheit seien sie wie Silhouetten vor ihm erschienen, und einmal habe eine Gestalt ihre Hand auf seine Hände gelegt. Diese Hand sei eiskalt gewesen, und er habe sich sehr gefürchtet. Als Erwachsener habe er die Armen Seelen nicht mehr gesehen, aber er spüre manchal noch ihre Anwesenheit, und dann lese er für sie eine Messe.

 

 

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«Diese in der Form von Gruselgeschichten daherkommenden Erzählungen in einer Arth ethnografischem Oral-History-Projekt zu sammeln, somit ein verschwindendes, vor-cbhristlich magisches...Denken zu bewahren und gegen die ihm Weberschen Sinne "entzauberte Welt" zu verteidigen, ist  das eine... Es handelt sich um etwas, das der Westler in allerlei esoterischem Firlefanz verzweifelt sucht: die tief in einer Landschaft, ihrer Sprache und den Menschen verwurzelte Spiritualität, die in einem ganzheitlichen Verständnis vom Leben und Sterben aufgehoben ist. Man kann sie nicht kaufen.»

Grit Lemke, Dok Leipzig 2011

Trailer

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